€7.48

Save The Last: TIHIG

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Alter Weinkeller

Märkische Straße 22

44141 Dortmund

Germany

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Description

Info VVK:

Inhaber eines VVK-Tickets erhalten garantieren Einlass in die Veranstaltungstätte und müssen nicht an der Abendkasse anstehen.

Preiszusammensetzung: 06,00 Grundpreis (mwst + handeling fee: 1,48 Euro). Endpreis: 7,48 Euro

„All the nights spent off our faces
Trying to find these perfect places
What the fuck are perfect places anyway?“
(Ella Marija Lani Yelich-O'Connor)

Zehn Jahre This Is How It Goes. Perfekt war das nicht.
Dass es dazu noch einmal kommt, haben wir irgendwie geahnt, weil Zeit am Ende doch vergeht, wenn man einfach lang genug wartet. Wenn fast alle Institutionen des Dortmunder Nachtlebens der 2000er verschwunden sind und sich Berufsjugendliche im 12. Semester Bachelorstudium wundern, dass der/die Kommiliton_in neben einem in der zweiten Sitzung Einführungsvorlesung Statistik nur ein fragloses, leeres Gesicht entgegnen kann, wenn man im siebten Kapitel gemeinsamen Smalltalk Pipi in die Augen schon beim Gedanken darüber bekommt, dass man für eine Tomte Reunion sogar bis nach Passau mit nichts im Gepäck als vier Flaschen KronEx trampen würde, merkt man, wie viel Zeit eigentlich vergangen ist. Bewegt man sich im Melancholie-Overdrive dann auf dem Heimweg nach drölf Bier im Kraftstoff wieder mal zu Fuß quer durch die Stadt, fühlt es sich dann doch wohlig warm und kribbelig an, dass dafür viele neue Orte entstanden sind und entstehen, die anderen Generationen von Kleinstadtmädchen und Großstadtjungs in großartigsten Erinnerungen im Gedächtnis bleiben werden.

Man könnte jetzt anfangen Deutschpoprockbands zu gründen und Lieder darüber zu schreiben, wie geil und toll und einfach und schön früher alles war oder ein paar schöne Verse verfassen, wie gerne man doch wieder eine einfachere Welt haben möchte, wo die Größe von Problemen den Horizont die eingeschränkten Möglichkeiten des eigenen Kleiderschranks wiederspiegeln und wie beschissen es sich anfühlt, sich zu spät um eine Karte für die ausverkaufte Coldplay-Tour bemüht zu haben. Statt sich an solch einer Damals-Jugendmelancholie in bester CSU-Utopie des leichteren Lebens für die Bevölkerung zu ergötzen, in der Verantwortung nicht mehr bedeutet, als mit dem Taschengeld bis zum Monatsende auszukommen oder sich irgendwann durchzuschnorren, wenn das Kleingeld nicht mehr für eine Karte der „Sing meinen Song“-Tournee reicht, muss die Antwort wie vor vor zehn Jahren noch immer„nach vorne die Treppe hochfallen“ heißen, statt nach drei-vier Weizen auf dem Sofa vor dem Fernseher auf dem Weg zum Bett hoch aus dem Lifta zu kippen und nicht mehr aufstehen kann und will.
Statt sich ein „Love will tear us apart“-Tattoo stechen zu lassen und ein paar Tränen jedes Mal zu verkullern, wenn man es im Spiegel betrachtet, lieber die Montana-Cans aus dem Keller holen und „Lieber höre ich zwölfmal am Stück das neue Lorde Album als nur noch ein einiziges Mal zu einem beschissenen Justice Track zu tanzen!“ an die Wand im Hinterhof zu sprühen und beim zwölfundzwanzigsten Bier in der Coronita Bar mit dem/der besten Freund_in darüber zu spekulieren, ob Horkheimer heutzutage eher Ultra in Block 13 wäre, oder vielleicht in Hamburg am Pudel gezündelt hat…

Weil auch die schönsten Erinnerungen irgendwann Erinnerungen bleiben können sollten, fällt es vor dem Hintergrund des eigenen Älterwerdens leicht, auch ein Kapitel abzuschließen, wenn die Sommer nicht mehr nur von Schul- und Semesterferien, sondern Hochzeitseinladungen, Junggesell_innenabschieden und Elternwerden geprägt sind. Um nicht die Menschen werden zu wollen, die noch mit Mitte Vierzig ihren Arsch hochheben, um in den trendigsten Läden der Stadt um halb zwei nach verwertbarem Partner_innenmaterial erfolgslos die Ausschau zu halten, das jedoch nur Augen für Selbstoptimierung vom eigenen Körper, der eigenen Libido, dem Ausbau des subkulturellen Kapitals und dem eigenen Lebenslauf hat.

Da in diesem Jahr mehr als zehn Jahre vergangen sind, seit Dortmund-Husen für ein paar Wochen angesagter als das Amt in Unna oder der Soundgarden in Körne waren, haben wir uns bei der Suche nach Lokalitäten über den Menschen gefreut, ab dem die TIHIG das geworden ist, was sie ausmacht: So fällt es leicht mit Freude verkünden zu können, dass wir bei Yves im Alten Weinkeller ein letztes Zuhause gefunden haben. Freut euch auf Bier in griffigen Flaschen, Drinks aus Gläsern oder noch
anderen Formaten, die man im Bakuda niemals kennengelernt hätte. Dazu die Möglichkeit, sich auf zwei geplant konzeptlosen Floors immer genau den Moment und die Musik aussuchen zu können, um den/die eine von damals, auf den/die man schon immer eine Auge geworfen hatte, auf einen Drink einzuladen und dann ab und an über den Verlauf der Nacht sich in Blicken zu begegnen, die das Gefühl immer größer werden zu lassen, ob das Ende der Tihig nicht der Anfang von etwas Anderem, Schönerem, Größerem, Perfektem werden könnte.


Die „save the last“-This Is How It Goes im Dezember 2017 – Das ist wie der Abiball und die Hochzeit des/der besten Freundin zugleich, aber nur mit den Menschen, die man wirklich damals in so einem Moment um sich haben will, also zieh dir was Schickes an und stell die Optik auf Unendlich.

Andrée aka „Gonna have to dance now. See you later. Pleased to meet you. Likewise a pleasure.“ (Mike Skinner)

Bruce Banner aka „Intergalactic planetary” aka “Planetary intergalactic” (Irgendein Beastie Boy)

Daniel Matlock aka „Dance, dance, dance... now! Dance, dance, dance... yeah! Dance, dance, dance... now!“ (Alexander Ridha)

Jay von Myspace aka „Menschen sind mein Antrieb: Auch du bist mir wichtig.” (Jay von Myspace)

Jules Bellevue aka „I was looking for some action but all I found was cigarettes and alcohol “ (Noel Gallagher)

Echte Gefühle aka „Maybe the internet raised us, or maybe people are jerks.“ (Ella Marija Lani Yelich-O'Connor)

Date: 26.12.2015
Doors: 22:00

Facebook Event: https://www.facebook.com/events/424566151278881/

Einlasskriterium: Einmal schick und hübsch bitte (Definitionssache und eigener Ermessensspielraum eurerseits).

Alter Weinkeller
Märkische Str. 22
44141 Dortmund

VKK: Startet ab dem 03.10.2017 07,00 Euro
Abendkasse: 8,00 Euro

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Märkische Straße 22

44141 Dortmund

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